Eine Weldall-Instanz bereitstellen und für die erste Nutzung konfigurieren.
Eine Weldall-Instanz wird als einzelner Container betrieben. Das Image docker.io/seibertgroup/weldall enthält den Authorization Server und die Administrationsoberfläche; Tags, Upgrades und die Datenbank beschreibt Docker-Images. Das Image benötigt eine PostgreSQL-Datenbank, eine definierte Menge an Umgebungsvariablen und eine öffentlich erreichbare HTTPS-URL. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, liefert die Instanz den Web-Installer aus: Er bindet deinen Identity Provider an und legt das erste Administratorkonto an. How to: Installer ausführen beschreibt den Ablauf.
Diese Seite setzt Grundkenntnisse über Weldall voraus. Das Produkt beschreibt die Einführung.
Was der Container enthält
Abschnitt betitelt „Was der Container enthält“Das Image startet den Weldall-Server als eigenständige Next.js-Anwendung. Beim Start werden folgende Schritte ausgeführt:
- Die Datenbank-Migrationen laufen mit Prisma.
- Die Produktionsdatenbank wird initialisiert, veröffentlichte Skill-Kataloge werden aktualisiert.
- Der Server startet auf Port 3000 und liefert den Installer unter
/setupaus, bis eine Installation abgeschlossen ist.
Der Container läuft als Nicht-Root-Benutzer und bietet einen Health-Check auf /.well-known/openid-configuration an. Damit lässt er sich unmittelbar an die Readiness-Prüfung der Container-Plattform anschließen.
Voraussetzungen
Abschnitt betitelt „Voraussetzungen“Vor dem Start des Containers müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Eine PostgreSQL-Datenbank – Weldall speichert Konfiguration und Audit-Einträge in PostgreSQL.
- Eine öffentliche HTTPS-URL – Mitarbeitende melden sich über diese URL an; sie muss erreichbar sein und HTTPS verwenden. Dieselbe URL wird für
WELDALL_ISSUERund für die Login-Weiterleitung verwendet. - Ein zentraler Identity Provider – Weldall hat keine lokalen Konten; Mitarbeitende melden sich über den IdP deines Unternehmens an. Jeder OIDC-Provider passt. Der Installer fragt nach seinem Issuer und einem Client, siehe How to: Installer ausführen.
- Ein Schlüsselpaar zum Signieren – Weldall signiert seine JWTs (ID-JAGs) mit einem ES256-Schlüsselpaar (P-256).
Umgebungsvariablen
Abschnitt betitelt „Umgebungsvariablen“Fehlt eine Pflichtvariable, bricht der Container den Start ab. Dieses Verhalten ist beabsichtigt: Eine unvollständig konfigurierte Instanz ist nicht betriebsfähig und soll gar nicht erst starten.
| Variable | Zweck |
|---|---|
POSTGRES_URL |
Verbindungszeichenfolge für PostgreSQL. |
WELDALL_ISSUER |
Öffentliche HTTPS-URL der Instanz. |
BETTER_AUTH_SECRET |
Geheimnis zum Signieren der Browser-Session-Cookies. |
WELDALL_SIGNING_PRIVATE_JWK, WELDALL_SIGNING_PUBLIC_JWK |
Das ES256-Signaturschlüsselpaar als JWK. |
WELDALL_SIGNING_KID |
Schlüssel-ID, die den Signaturschlüssel identifiziert. |
Für den Installer nötig:
| Variable | Zweck |
|---|---|
WELDALL_SETUP_TOKEN |
Base64url-Token aus mindestens 32 Zufallsbytes, das das Setup autorisiert. |
WELDALL_CREDENTIAL_ENCRYPTION_KEY |
Base64-kodierter 32-Byte-AES-Schlüssel, der Provider-Zugangsdaten verschlüsselt. |
Der erste Start braucht beide: ohne sie bleibt der Installer geschlossen.
Für Connectors mit der Standardeinstellung LOCAL_ENV brauchst du zusätzlich WELDALL_CONNECTOR_KEK. Erzeuge dafür einen eigenen Schlüssel aus 32 zufälligen Bytes und kodiere ihn als Base64. Bewahre ihn unverändert im Secret Manager auf, getrennt von den Datenbank-Backups. Wer Datenbank und Schlüssel besitzt, kann die gespeicherten Verbindungszugangsdaten entschlüsseln.
Wenn du für einen Connector OPENBAO wählst, verwendet er stattdessen die beiden OpenBao-Variablen unten. Wie du OpenBao dafür einrichtest, steht unter Connectors.
Optionale Variablen – wenn du OpenBao nicht nutzt, lass die beiden OpenBao-Variablen weg:
| Variable | Zweck |
|---|---|
WELDALL_OPENBAO_HOST |
Adresse des OpenBao-Servers ohne Pfad, z. B. https://openbao.example.com. |
WELDALL_OPENBAO_TOKEN |
Zugriffstoken für OpenBao. Bleibt auf dem Server und wird weder in der Datenbank noch in Logs gespeichert. |
LOG_LEVEL |
Legt fest, wie ausführlich Weldall protokolliert. Standard ist INFO. |
Secrets erzeugen
Abschnitt betitelt „Secrets erzeugen“Ohne Checkout des Repositorys erzeugst du die Secrets mit dem Befehl unter Docker-Images. Mit Checkout erzeugt sie das Repository:
pnpm install --frozen-lockfilepnpm secrets:generateDer Befehl gibt Umgebungszeilen für den gesamten Workspace aus. Für den Container übernimmst du WELDALL_SIGNING_PRIVATE_JWK, WELDALL_SIGNING_PUBLIC_JWK, WELDALL_SIGNING_KID, BETTER_AUTH_SECRET, WELDALL_SETUP_TOKEN und WELDALL_CREDENTIAL_ENCRYPTION_KEY in deinen Secret Manager. POSTGRES_URL und WELDALL_ISSUER setzt du selbst.
Starten
Abschnitt betitelt „Starten“Starte das veröffentlichte Image mit der Konfiguration. Ersetze X.Y.Z durch die Version, die du installierst; die Tags erklärt Docker-Images:
docker run -d --name weldall \ -p 3000:3000 \ -e POSTGRES_URL=postgresql://user:password@db:5432/weldall \ -e WELDALL_ISSUER=https://weldall.example.com \ -e BETTER_AUTH_SECRET=... \ -e WELDALL_SETUP_TOKEN=... \ -e WELDALL_CREDENTIAL_ENCRYPTION_KEY=... \ -e WELDALL_SIGNING_PRIVATE_JWK='...' \ -e WELDALL_SIGNING_PUBLIC_JWK='...' \ -e WELDALL_SIGNING_KID=... \ docker.io/seibertgroup/weldall:X.Y.ZDer Container lauscht auf Port 3000. Um das Image selbst zu bauen, verwende die Dockerfile im Repository-Stamm mit aktiviertem BuildKit; aktuelle Docker-Versionen nutzen es standardmäßig.
Installer ausführen
Abschnitt betitelt „Installer ausführen“Öffne https://weldall.example.com. Solange keine Installation abgeschlossen ist, zeigt Weldall den Installer: Er fragt nach dem Operator-Setup-Token, dem ersten Administrator und einem OIDC-Client. How to: Installer ausführen erklärt jedes Feld, die Callback-URL und den optionalen Testlogin.
Der Installer braucht WELDALL_SETUP_TOKEN und WELDALL_CREDENTIAL_ENCRYPTION_KEY. Ohne sie bleibt die Seite geschlossen und nennt die fehlenden Variablen.
Der Installer speichert den Provider, legt den ersten Administrator mit weldall:administer und weldall:login an und schließt sich endgültig.
Nach der Installation
Abschnitt betitelt „Nach der Installation“- Lege in der Administrationsoberfläche Scopes an, registriere Ressourcen und vergib Berechtigungen. Die Vorgehensweise beschreibt How to: Service integrieren.
- Richte die CLI auf einem Mitarbeiter-Gerät auf die Instanz aus und melde dich an:
weldall config set-issuer https://weldall.example.comweldall loginNächste Schritte
Abschnitt betitelt „Nächste Schritte“- Eigene Services mit dem SDK absichern: How to: Service integrieren.
- Einstellungen, Scopes, Ressourcen und Zuweisungen als Code verwalten: Infrastructure as Code.
- Den Sicherheitsablauf der Instanz nachvollziehen: Sicherheit.
