Weldall CLI ermöglicht Agenten einen sicheren und zentral gesteuerten Zugriff auf Unternehmensfunktionen.
Weldall CLI ist eine Referenzimplementierung dafür, wie sich die nächste Generation von OAuth für agentische Anwendungen praktisch umsetzen lässt. Der durchgängige Flow verbindet den Identity Assertion JWT Authorization Grant (ID-JAG, Draft-04) mit dem JWT Authorization Grant mit DPoP (Draft-01). Er baut dabei auf etablierten Standards für native OAuth-Clients (RFC 8252), PKCE (RFC 7636), aktuelle OAuth-Sicherheitsempfehlungen (RFC 9700) und sendergebundene Tokens mit DPoP (RFC 9449) auf.
Mitarbeitende werden Unternehmenssoftware künftig zunehmend über natürliche Sprache bedienen. Agenten beantworten dann nicht nur Fragen. Sie führen Aufgaben aus.
Agent listet Skills auf✔ HR Server Read · hr-server.readAgent liest den Skill✔ Scope hr-server:read · GET /company/employeesAgent ruft Daten ab✔ 247 Mitarbeitende gefundenAgent filtert die Mitarbeiterdaten✔ Alex, Kim, Morgan, Sam und TaylorDafür brauchen sie Zugriff auf geschützte Unternehmenssysteme. Heute bedeutet das häufig, API-Schlüssel oder andere Zugangsdaten in Agenten und Konfigurationen zu hinterlegen. Administratoren verlieren den Überblick, Berechtigungen verteilen sich auf einzelne Integrationen und aus Sicherheitsgründen bleiben viele sinnvolle Aktionen ganz gesperrt.
Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter bittet seinen Agenten, Reisekosten zu erfassen. Der Agent benötigt eine Anleitung für diesen Vorgang und die Berechtigung, den entsprechenden Service aufzurufen. Er sollte dafür aber weder Zugangsdaten sehen noch verwalten müssen.
Weldall CLI schafft eine zentrale Zugriffsschicht zwischen Agenten und Unternehmensfunktionen. Mitarbeitende melden sich über das bestehende Unternehmens-SSO an. Administratoren legen fest, wer welche Funktionen nutzen darf. Jeder Agent, der die CLI aufrufen kann, arbeitet innerhalb dieser Vorgaben.
Skills beschreiben dem Agenten, wie er eine Funktion nutzt und welche Berechtigungen dafür erforderlich sind. Abhängig von der Konfiguration sehen Mitarbeitende nur freigegebene Skills oder erkennen, welche weiteren Funktionen existieren. Ausführen können sie ausschließlich das, wofür sie berechtigt sind.
Der Agent erhält zu keinem Zeitpunkt ein Access Token. Die CLI verwaltet die erforderlichen Zugangsdaten im geschützten Betriebssystemspeicher und sendet den Request selbst. Access Tokens sind kurzlebig und per DPoP an den Geräteschlüssel gebunden. Ein abgegriffenes Token lässt sich deshalb auf einem anderen System nicht wiederverwenden.
Weldall protokolliert erteilte und abgelehnte Zugriffe. Administratoren können nachvollziehen, wer Zugriff auf welche Ressource und welche Berechtigungen angefordert hat. Änderungen an Policies, Ressourcen und Skills bleiben ebenfalls nachvollziehbar.
Die Sicherheitsarchitektur folgt offenen OAuth-Standards. Unternehmensservices lassen sich über die mitgelieferten SDKs anbinden. Der verwendete Agent bleibt austauschbar.
„Weldall CLI“ bezeichnet dabei das gesamte Produkt: die lokale CLI, den Weldall Authorization Server und die SDKs für angebundene Services. Wie diese Komponenten zusammenspielen, zeigt ein vollständiger Agentenlauf.
